Man muss nicht unbedingt der Erste sein, es reicht, wenn man Motivation für kommende Aufgaben zu bieten hat.

Preisverleihung „Goldener Internetpreis 2019“

Digitale Vision und Pragmatismus, für Ältere im direkten Lebensumfeld, sichtbar machen

Am 28. Oktober 2019 fand die Festveranstaltung anlässlich der Preisverleihung „Goldener Internetpreis 2019“ in Dortmund statt.  Frau Dr. Regina Görner von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-organisation (BAGSO) begrüßte die rund 100 geladenen Gäste und zeichnete gemeinsam mit Dr. Thomas Kremer von Deutschland sicher im Netz und Peter Batt vom Bundesministerium des Innern für Bau und Heimat die Preisträger der drei Kategorien aus. Die Koordinatorin Manuela Outiti, des digitalen Projektes „Dialog trifft Digital ganz lokal“ in Lipperreihe, hatte es zunächst auf die Liste der 11 Nominierten, für die Kategorie: Kommunen und Quartiere für Ältere geschafft, konnte aber zum Schluss nicht zu den drei Preisträgern zählen.

Die Auszeichnung hat sich seit 2012 als eigenständiges Format etabliert und wird in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung, Deutschland sicher im Netz und er BAGSO vergeben. Im Jahr 2019 gab es bundesweit mehr als 100 Einreichungen, wobei von den 11 Nominierten, drei Preisträger und ein Sonderpreis ausgezeichnet wurden. Auf der gut besuchten Veranstaltung kam keine Langeweile auf. Lachen, Netzwerken und guter Austausch waren der eigentliche Hauptgewinn für jeden.

Der Gesamtpreis von 10.000,00 Euro wird unter den Preisträgern aufgeteilt und zusätzlich sollen die Preisträger aktiv begleitet und vielfältig unterstützt werden, um ihr Engagement weiterzuentwickeln.

Dr. Thomas Kremer hob hervor, „Das Deutschland es sich nicht leisten kann, Menschen in der Digitalisierung zurückzulassen. Voraussetzung sich souverän im Netz zu bewegen, bedeutet auch Zugang zur Technik zu haben.“ Peter Batt bestätigt das große Interesse vom Bundesministerium des Innern für Bau und Heimat, die Schirmherrschaft vom Goldenen Internetpreis übernommen zu haben. Er berichtet von der Datenethikkommission: das 75 Empfehlungen eingereicht wurden und großes Gewicht auf Datensouveränität, Förderung digitaler Kompetenzen und werteorientierte Gestaltung gelegt werden.

In der Kategorie: Ältere zeigen Älteren digitale Helfer für mehr Lebensqualität, wurde das Mehrgenerationenhaus in Memmingen ausgezeichnet, die Demenzkranke in die Nutzung von Tablets einweisen.

In der Kategorie: Generationen gemeinsam digital aktiv, wurde das Schulprojekt in Loburg Digi-Kids ausgezeichnet, wo die Schulkinder der 3. und 4. Klasse einmal wöchentlich Senioren für den Umgang mit Tablets in die Schule einladen.

In der Kategorie: Kommunen und Quartiere für Ältere, wo auch Lipperreihe für nominiert war, wurde die Landeshauptstadt Stuttgart für die Plattform „KommiT“ und der Ausbildung von Technikbegleitern ausgezeichnet.

Den Sonderpreis erhielt die Stiftung Medienkompetenz Forum Südwest für „Helga hilft“, wo über den Youtube-Kanal mit viel Spaß und Mut Themen der Digitalisierung erklärt werden, die sich die ältere Dame Helga, selber angeeignet hat.

Umrahmt wurde die Veranstaltung vom Improvisationstheater mit der Seniorengruppe Synovia. Der Name war Programm, die mit zahlreichen improvisierten Ideen beim Publikum kein Auge trocken ließen.

Während des Tagesablaufs konnte Manuela Outiti, durch die parallel stattfindende Veranstaltung Digital Gipfel, von Martin Meingast – Deutschland sicher im Netz, die neue Plattform „Kinsights“- Wo begegnet uns künstliche Intelligenz im Alltag?“ kennenlernen und auch die Plattform ANNA, das vernetzte Leben, vom iRights.Lab, die aufzeigt, was in der technologischen Entwicklung passiert und welche Auswirkungen das auf die Gesellschaft ergibt. Frau Outiti ist begeistert, wie einfach diese beiden Plattformen darstellen, wo bereits KI stattfindet und wie man damit umgeht. Ein wichtiges Thema, für das digitale Lernformat von Lipperreihe.

Vertieft werden konnten die Erkenntnisse durch Frau Prof. Dr. Apfelbaum, als Gutachten-Sachverständige des Achten Altersberichts, mit ihren 8 Thesen für Gelingensbedingungen des digitalen Kompetenzaufbaus. Der Einsatz neuer Technologien und Tools muss ihrer Meinung nach, einen klaren Mehrwert stiften und auch digitale Alltagshelfer im Alltag von Älteren erfordern neue Kompetenzen und Fähigkeiten – von Spielereien bis zu Lebensrettern. Digitalisierung bedeutet Veränderung. Die geordnete Darstellung von „Älteren Menschen und Digitalisierung“ täuscht leider über die oft unklare und unaufgeräumte Realität hinweg.

 


Herr Peter Batt vom Bundesministerium des Innern für Bau und Heimat
Preisverleihung in Dortmund
Frau Dr. Regina Görner von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisation (BAGSO) und Herr Dr. Thomas Kremer von Deutschland sicher im Netz
Manuela Outiti ,Lipperreihe, Prof. Dr. Apfelbaum, Gutachten-Sachverständige des Achten Altersberichts, Martin Meingast, Deutschland sicher im Netz

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